Donnerstag, 26. Februar 2015

Crea-Donnerstag-RUMS-Was auch immer-ich komm da nicht mehr mit-Tag

Vor kurzem fragte ein Mitglied in einer meiner Facebook-Gruppen, ob jemand einen Überblick darüber hätte, wann man was, wo posten könne, wenn man an einem dieser "Ich-zeig-euch-mal-was"-Tagen teilnehmen möchte...

Eine der ersten Antworten, die kamen, war eine lange Liste mit Blog- und Gruppennamen und Tagesbezeichnungen.

Und unten drunter: "die Tage musst du dir selber raus suchen, dafür bin ich jetzt zu faul."

Nach dem Lesen der Liste konnte ich gut verstehen, dass sie keine Lust dazu hatte, auch noch die passenden Tage raus zu suchen.

Das hat mich mal ins Grübeln gebracht, über die Fülle dieser "Ich-zeig-euch-mal-was" Tagen.

Meine vielleicht ketzerische Frage: braucht es wirklich soooo viele "Ich-zeig-euch-mal-was"-Tage???? Wer kuckt sich denn diese noch an?

Ich habe da längst den Überblick verloren und entziehe mich dem mittlerweile auch ganz. Die Bilderflut ist nicht mehr zu bewältigen und auch wenn es einige sehr tolle Blogs gibt, die diese Tage initiiert haben, so ist es mir mittlerweile einfach zu viel geworden. Zu viele verschiedene Tage mit zu vielen verschiedenen Themen.

Die richtig schönen Sachen gehen in dieser Tage-Bilder-Flut regelrecht unter. Schade eigentlich, denn dafür waren doch diese Tage gedacht, oder? Dass man richtig toll gelungene Dinge präsentiert.

Aber wie es nun mal oft so ist... jede Woche ein tolles Teil präsentieren, das haut auf Dauer nicht hin. Mal ist die Zeit zu knapp, dann klappt das Nähen nicht so, wie man sich das vorstellt. Die Kinder sind krank, der Mann hat Urlaub und möchte lieber einen Ausflug machen... die Oma wird 70...

Es gibt viele Gründe und wir alle kennen sie. Und um im Zeitplan/Rhythmus zu bleiben oder um das schlechte Gewissen zu beruhigen, postet man, was man gerade hat...

Warum setzen wir uns alle so unter Druck? Ich schließe mich da nicht aus. Die Angst "vergessen" zu werden, wenn man nicht permanent postet, ist in der Blogger- und Facebookwelt allgegenwärtig. Doch ist dem wirklich so? Sind unsere Gedächtnisse so kurz geschaltet? Bringt die Jagd nach Klicks und Likes wirklich das, was man sich davon verspricht?

Oder wäre es vielleicht nicht einfach an der Zeit, sich wieder mehr darauf zu besinnen, was man postet?

Mein Vorschlag, passend zur Fastenzeit: Bilder und Posts fasten.

Das soll nicht den absoluten Verzicht bedeuten, sondern vielleicht eine Rückbesinnung auf "Qualität". Jeder von uns freut sich über besonders schöne und gut gelungene Projekte.

Ich finde es toll, wenn ich sehe, was andere Kreative geschaffen haben. Und ich möchte das auch gerne würdigen, denn schließlich leben wir alle irgendwie auch vom Lob der Anderen. Aber vielleicht sollte jeder von uns, ich eingeschlossen, vor dem Drücken des "senden" Buttons noch einmal überlegen, ob das Projekt schon reif dafür ist, der Öffentlichkeit gezeigt zu werden.

Es würde mich sehr interessieren, wie eure Meinung dazu ist... lieber viel zeigen und viel sehen und wird man so auch viel gesehen? Oder ist es euch auch zu viel geworden?

Und um beim Motto meines Posts zu bleiben, faste ich heute: Ich habe heute kein Bild für euch! (Frei nach Heidi Klum :-))


Alles Liebe Eure (nachdenkliche) Almfee